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Einarbeitungskonzept für Berufsanfänger in der Intensivpflege
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Einarbeitungskonzept für Berufsanfänger in der Intensivpflege

Angesichts der wachsenden Herausforderung, erfahrenes Pflegepersonal zu rekrutieren, ist es noch notwendiger als bisher, eine strukturierte Einarbeitung zu entwickeln und anzubieten. Zunehmend müssen vor allem Berufsanfänger auf die anspruchsvollen Aufgaben einer universitären Pflege vorbereitet werden. So entwickelten die Praxisanleiter der Intensivstationen des Herzzentrums das bestehende Einarbeitungskonzept weiter, und passten es an die Bedürfnisse berufsunerfahrener Pflegekräfte an. Besonderen Wert legten sie dabei auf die enge Verzahnung von theoretischer Schulung und praktischer Umsetzung.

Das Konzept besteht aus zwei Phasen, der AnleitungEinarbeitungsphase und einer anschließenden Etablierungsphase. Beide gehen auf die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter ein und gewährleisten gleichzeitig die qualitativ hochwertige Versorgung von schwerstkranken Patienten.

Zur Einarbeitungsphase des Konzeptes gehören drei von insgesamt fünf Bausteinen: das Einarbeitungsheft, der Theorie-Praxis-Transfer und die strukturierte Praxisbegleitung. Das Einarbeitungsheft enthält erste Informationen über den neuen Arbeitsbereich. Jede Intensivstation der Uniklinik Köln verfügt über ein stationseigenes Heft im Kitteltaschen-Format. Die eigentliche Einarbeitungsphase beginnt mit einem Theorie-Praxis-Transfer, der das Kernelement des Konzeptes darstellt. In diesem ersten Schritt erarbeitet der Praxisanleiter gemeinsam mit einem oder mehreren neuen Mitarbeitern theoretische Grundlagen und darauf aufbauende praktische Handlungskompetenzen. An den Theorie-Praxis-Transfer schließt sich die konventionelle Einarbeitung an, auch strukturierte Praxisbegleitung genannt. Der neue Mitarbeiter wird seinem persönlichen Praxisanleiter zugeordnet und versorgt zwei bis drei Intensivpatienten mit ihm gemeinsam.

Nach der Einarbeitungsphase folgt die sogenannte Etablierungsphase mit den Bausteinen der Praxisbegleittage und der Fortbildungstage. An den ein bis zwei Praxisbegleittagen pro Monat soll der neue Mitarbeiter seine bisherigen Erfahrungen und seine Entwicklung zusammen mit dem Praxisanleiter reflektieren. Der neue Mitarbeiter erfährt dabei eine weitere professionelle Unterstützung und wird systematisch an die Versorgung von Patienten mit hoch komplexen Pflegesituationen herangeführt. Darüber hinaus können nicht nur neue Mitarbeiter an den bereichsübergreifenden Fortbildungstagen der Intensivpflege teilnehmen. Die Tagesveranstaltungen haben jeweils einen speziellen Themenschwerpunkt. Die Inhalte haben einen engen Praxisbezug und greifen relevante Themen aus dem Stationsalltag auf.

Die strukturierte, intensive und individuelle Einarbeitungsphase ermöglicht einen guten Start in die Intensivpflege. Die Etablierungsphase zeichnet sich durch die Möglichkeit einer gezielten und transparenten Kompetenzentwicklung aus. Durch diesen Prozess wird eine sichere und qualifizierte Patientenversorgung garantiert und eine Überforderung der Mitarbeiter verhindert.

Veröffentlichungen zum Einarbeitungskonzept

Starthilfe für die Intensivstation, aus: Pflegen Intensiv 2/2012 und
Die Schwester/Der Pfleger 11/2012

Kontakt

Werner Barbara oder Stefan Reimers
Intensivpflegemanager
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